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 Pressestimmen zu "Storchenhelfer"

"Mit STORCHENHELFER spricht Miriam Covi das eher ungewöhnliche Thema der künstlichen Befruchtung an, das sie aber mit einer Menge Humor und dem nötigen Funken Romantik liebevoll verpackt. (...) So ist der Autorin ein unterhaltsamer Liebesroman gelungen, der einen mit den Protagonisten mitlachen und mitleiden lässt, bis er nach vielen Hochs und Tiefs mit dem lang erwarteten Happy-End belohnt wird." LoveLetter, Mai 2015

"Ein wirklich schöner, leichter Roman, der jedoch trotzdem Tiefe mit sich bringt. Sympathische Charaktere und eine wirklich nette Story, die einen oft zum Lachen bringt, (...) aber auch hier und da mal zu Tränen rührt. Sehr empfehlenswert!"
Blog Buchzeiten, 04.06.2015

 

Leserstimmen zu "Storchenhelfer"

 "Eigentlich ist es ein ernstes Thema, unerfüllter Kinderwunsch. (...) Darf man darüber lachen? Wenn es so liebevoll verpackt ist, wie in diesem Buch, wenn es dann noch ein Happy End gibt, dann darf man.!"

 

"Die Autorin hat es wunderbar geschafft, ein emotional schwieriges Thema witzig, aber trotzdem echt zu beschreiben.."

 

 Leserstimmen zu "Eine Lüge, die Liebe, meine Familie und ich"

"Was für ein toller Roman - romantisch, lustig und trotz allem auch nachdenklich - ich bin völlig begeistert!"

 

"Flüssig geschrieben, tolle Charaktere und eine wunderbare Geschichte - ich kann das Buch eindeutig empfehlen!"

Neues Jahr in Dhaka

Veröffentlicht am 03.01.2016

Ein neues Jahr in Dhaka ist für uns angebrochen. Wir haben Weihnachten friedlich verlebt und die Kinder waren erleichtert, dass der Weihnachtsmann sie hier in Bangladesch gefunden hat. Wir Erwachsene waren erleichtert, dass es ruhig geblieben ist in Dhaka und Umgebung – nach wie vor wurde und wird vor Anschlägen gegen westliche Einrichtungen gewarnt.

Konkret rieten mehrere Botschaften, darunter Amerikaner und Briten, ihren Landsleuten, die Silvesterpartys in den großen Hotels zu meiden. Wir hatten sowieso nicht vor, dort zu feiern, schließlich haben wir zwei kleine Mäuse, die am 31.12. um 21 Uhr todmüde in ihre Betten sanken. Wir Eltern waren ganz zufrieden ohne große Silvesterparty: Wie jedes Jahr wurde unser Raclette-Gerät eingeschaltet, statt Raclette-Käse gab es den hier im Supermarkt zu findenden Cheddar. Kurz vor Mitternacht machten Marco und ich wie immer den Fernseher an, wo wir in den vergangenen Jahren dank deutscher Sender die letzten Sekunden des Jahres mit Blick auf das Brandenburger Tor herunterzählten. Diesmal gab es kein ARD oder ZDF, also entschieden wir uns für die Nachrichten der BBC, um auch wirklich auf die Sekunde genau das neue Jahr zu begrüßen. Leider sah man zur vollen Stunde kein Feuerwerk auf dem Bildschirm, denn wir liegen in einer Zeitzone, in der keine andere Metropole ins neue Jahr hineinfeierte – Hongkong war kurz vor uns hinein gestartet, Indien würde kurz nach uns 2016 begrüßen. Daher waren die ersten Bilder des neuen Jahres für uns weniger schön: Das brennende Hochhaus in Dubai begrüßte uns als „Breaking News“ auf dem Bildschirm. Wir hoffen, dass das kein Omen für das vor uns liegende Jahr ist…

Glücklicherweise verlief Silvester hier in Dhaka ruhig, ganz so wie die letzten Wochen generell waren. Es gab keine erneuten Angriffe auf Ausländer. Was uns am meisten beeinträchtigt hat, sind die Vorsichtsmaßnahmen, die immer wieder neu ausgesprochenen Warnungen, die Angst vor dem, was passieren könnte. Aber da geht es uns hier wohl nicht anders als den Menschen in Paris, in Rom, nun sogar in München. Wirklich schade ist, dass wir das Dhaka, das es vor Ende September letzten Jahres, als auf offener Straße ein Italiener erschossen wurde, gab, kaum kennen lernen durften. Wir hören seitdem immer nur davon, wie es mal war: Früher fanden immer so tolle Halloween-Partys im Kindergarten unserer Mädels statt – dieses Jahr hat man die Feier aus Sicherheitsgründen ausfallen lassen. Sonst gab es schöne Weihnachtsmärkte in den verschiedenen Clubs und Botschaften – dieses Jahr fanden nur vereinzelte Veranstaltungen statt und die waren längst nicht so gut besucht wie normalerweise in der Vorweihnachtszeit. Früher konnte man überall in unserem Viertel Gulshan spazieren gehen, ohne sich Gedanken zu machen. Jetzt bin ich auf meinen Heimtrainer angewiesen, wenn ich wenigstens ein bisschen Bewegung bekommen möchte.

Trotz aller Einschränkungen und der immer lauernden Sorge vor dem, was passieren könnte, habe ich aus dem vergangenen Jahr einige unvergessliche Eindrücke mit ins Jahr 2016 nehmen können. Zum Beispiel unsere „Haustier“-Situation: Entgegen aller Befürchtungen haben wir bisher keine Kakerlaken in der Wohnung – dafür umso mehr kleine Ameisen. Lässt man einen halben Apfel auf der Küchenanrichte liegen, führt eine halbe Stunde später eine Ameisenstraße dorthin. Zucker wird nur noch in luftdichten Tupperdosen aufbewahrt, klebrige Honiggläser stehen im Kühlschrank. Anfangs habe ich mich vor den Ameisen geekelt – inzwischen finde ich es normal, wenn mein afrikaerfahrener Ehemann die Tüte mit dem frisch gekauften und geschnittenen Brot, das die Ameisen gefunden haben, in die Tiefkühltruhe zum Schockfrosten steckt: Zehn Minuten später kann man das Brot herausholen und die gefrorenen Ameisen zwischen den Scheiben herausschütteln. Voilà: Das Brot ist wieder genießbar…

Glücklicherweise flitzte neulich ein Gekko quer durch unser Wohnzimmer – der kleine Bursche nimmt sich hoffentlich unserer Ameisenplage an und vertilgt auch gleich noch einige Mücken, die sich in den letzten Tagen immer öfter in unsere Wohnung schmuggeln. Zwar gibt es in dieser Jahreszeit kaum Dengue-Fieber, aber ganz sicher ist man leider nie. Deshalb müssen Marco und ich beim abendlichen Fernsehen neuerdings regelmäßig unterbrechen und auf Mückenjagd gehen, weil uns wieder ein Quälgeist umkreist. Vorzugsweise jagen wir mit unserem elektrischen Schläger, einer weiteren neuen Dhaka-Erfahrung: Dieser an einen Tennisschläger erinnernde Mückenkiller bringt die kleinen Blutsauger mittels elektrischer Drähte um – trifft man eine Mücke, zuckt ein kleiner Blitz auf, es knallt und zischt und riecht verbrannt. Sehr effektiv, aber auch nicht ganz ungefährlich. Ich habe mich schon oft gefragt, warum man diese Schläger nicht in Kanada findet, wo wir im Urlaub schon viel mehr Mücken begegnet sind als hier in Bangladesch. Die Antwort liegt wohl auf der Hand: Die Dinger sind dort bestimmt nicht erlaubt…

 

Um bei unseren tierischen Erlebnissen zu bleiben: Beeindruckend finde ich immer wieder den „Hühnermann“, der regelmäßig mit lauten Rufen durch unsere Straße fährt und seine sehr frischen, laut gackernden, wild zappelnden Produkte zum Verkauf anbietet...

 

 

 

 

Was mich wieder und wieder vor Schreck erstarren lässt, ist die „Arbeitssicherheit“ in diesem Land – wieso nicht mal auf einem wackeligen Bambus-Gestell im fünften Stock Wände streichen?

 

Und endlich habe ich, dank der Aufklärung durch unsere liebe Haushaltshilfe Linda, kapiert, dass sich hierzulande nicht durch irgendeinen Gen-Defekt rothaarige Männer und Babys mit riesigen Muttermalen auf der Stirn häufen: Unter Männern gilt es als schick, sich unerwünschtes graues Haar mittels Henna rot zu färben. Und die Babys, die ich vor allem bei Bettlerinnen auf der Straße gesehen habe, tragen die mit Kohle gemalten Punkte auf der Stirn, um den „bösen Blick“ abzuwehren…

 

 

 

Zu meinen schönsten Erinnerungen aus dem Jahr 2015 gehört der Ausflug mit einem für Touristenfahrten umgebauten ehemaligen Lastenkahn, der uns ganz zu Beginn unseres Aufenthalts an einem heißen Augusttag über die Flussläufe außerhalb der Millionenstadt Dhaka schipperte.

 

Unser Steuermann lenkte uns stoisch an den vielen anderen kleinen und großen Booten vorbei, die durch das schlammig braun-grüne Wasser pflügten oder langsam tuckerten.

 

Wir sahen Kühe, Körbe, Menschen, Fahrräder, Jutebündel, die auf dem Wasserweg transportiert wurden.

 

Mich, noch ganz neu in Bangladesch, beeindruckte die offene Herzlichkeit und Neugierde, die uns die Einheimischen auf den anderen Booten und am Ufer entgegenbrachten.

 

Ich wurde nachdenklich angesichts der extrem einfachen Lebensumstände, die wir in den vorbeiziehenden kleinen Dörfern sahen – und war erschüttert, als ich die Mutter entdeckte, die mit ihren kleinen Kindern auf einer stinkenden Müllkippe saß und Abfälle durchsuchte.

 

 

Lebensfreude, Armut, Herzlichkeit und Elend – all das ist Bangladesch. Ich freue mich darauf, 2016 mehr davon kennen lernen zu dürfen.

Frohes Neues Jahr aus Dhaka!

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