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 Pressestimmen zu "Storchenhelfer"

"Mit STORCHENHELFER spricht Miriam Covi das eher ungewöhnliche Thema der künstlichen Befruchtung an, das sie aber mit einer Menge Humor und dem nötigen Funken Romantik liebevoll verpackt. (...) So ist der Autorin ein unterhaltsamer Liebesroman gelungen, der einen mit den Protagonisten mitlachen und mitleiden lässt, bis er nach vielen Hochs und Tiefs mit dem lang erwarteten Happy-End belohnt wird." LoveLetter, Mai 2015

"Ein wirklich schöner, leichter Roman, der jedoch trotzdem Tiefe mit sich bringt. Sympathische Charaktere und eine wirklich nette Story, die einen oft zum Lachen bringt, (...) aber auch hier und da mal zu Tränen rührt. Sehr empfehlenswert!"
Blog Buchzeiten, 04.06.2015

 

Leserstimmen zu "Storchenhelfer"

 "Eigentlich ist es ein ernstes Thema, unerfüllter Kinderwunsch. (...) Darf man darüber lachen? Wenn es so liebevoll verpackt ist, wie in diesem Buch, wenn es dann noch ein Happy End gibt, dann darf man.!"

 

"Die Autorin hat es wunderbar geschafft, ein emotional schwieriges Thema witzig, aber trotzdem echt zu beschreiben.."

 

 Leserstimmen zu "Eine Lüge, die Liebe, meine Familie und ich"

"Was für ein toller Roman - romantisch, lustig und trotz allem auch nachdenklich - ich bin völlig begeistert!"

 

"Flüssig geschrieben, tolle Charaktere und eine wunderbare Geschichte - ich kann das Buch eindeutig empfehlen!"

Wieder in Dhaka

Veröffentlicht am 31.10.2015

Seit etwas mehr als einer Woche sind wir zurück in Dhaka. Es wurde sofort deutlich, wie schnell man sich wieder an das „normale“ Leben in Deutschland gewöhnt, als ich nach unserer Ankunft als erstes ein halbes Glas Leitungswasser getrunken habe. (Übrigens ohne Folgen. Nicht einmal der Hauch eines Magengrummelns, was mich doch etwas überrascht hat). Dhaka hat sich alle Mühe gegeben, uns den Wiedereinstieg so angenehm wie möglich zu machen.

Die Temperaturen liegen nicht mehr im Bereich anstrengend feucht-schwüler Hitze, sondern sind auf die erträglichen Werte eines deutschen Sommers gefallen – tagsüber um die 26 Grad, mal ein wenig mehr, aber selten so heiß, dass man es draußen nicht aushält. Außerdem sind nur wenige Mücken unterwegs – noch. Die werden, wie uns erzählt wurde, erst in den nächsten Wochen schwarmartig über uns hereinbrechen. Aber noch herrscht die Ruhe vor dem Moskito-Sturm.

Was uns natürlich nach wie vor beunruhigt ist die Sicherheitslage. Gleich am letzten Wochenende, nur drei Tage nach unserer Ankunft in Bangladesch, explodierten bei einer feierlichen Prozession der schiitischen Minderheit in der Altstadt von Dhaka mehrere Sprengsätze. Es gab 2 Tote und mehr als einhundert Verletzte. Natürlich ist die Altstadt recht weit von unserem Viertel entfernt und normalerweise halten wir uns dort auch nicht auf, aber ein blödes Gefühl ist es trotz allem. Dieser Anschlag bedeutet außerdem eine echte Kehrtwende in Bangladesch: Bisher lebten die mehrheitlich sunnitischen Moslems friedlich mit der schiitischen Minderheit zusammen. Einer der Toten vom vergangenen Wochenende war sogar Sunnit, hatte aber mit seinen schiitischen Freunden das Aschura-Fest gefeiert. Zum ersten Mal überhaupt gab es hier einen Anschlag auf Schiiten, was das friedliche Miteinander der zwei Glaubensrichtungen auf den Kopf stellt. Wie schon bei den zwei ermordeten Ausländern hieß es auch diesmal schnell, der Islamische Staat stecke dahinter. Die Regierung behauptete allerdings wiederum, auch dieser Anschlag gehe, wie schon die zwei Morde, auf das Konto der Opposition, die Bangladesch im Ausland schlecht dastehen lassen, Unruhe verbreiten und so Neuwahlen herbeiführen wolle.

Auch wenn dieser erneute Anschlag nicht auf Ausländer zielte, lebt ein Großteil der ausländischen Gemeinschaft nach wie vor mit Angst in Dhaka. Besonders zur Vorsicht aufgerufen sind, wie sollte es anders sein, die Amerikaner. Die Angehörigen der US-Botschaft gehen momentan nicht einmal mehr in den Supermarkt. Allerdings muss ich sagen, dass auch ich ein sehr mulmiges Gefühl im Magen hatte, als ich im Laufe dieser Woche zum ersten Mal wieder im „Unimart“ Karotten, Käse & Co. kaufte. Unser Fahrer wies mich im Vorbeifahren auf die Straßenecke hin, keine fünfzig Meter vom Supermarkteingang entfernt, wo Ende September der Italiener Cesare Tavella erschossen worden war. Zwar sieht man momentan überall Polizei und Soldaten, die das Diplomatenviertel „Gulshan“ sichern sollen, doch mich beunruhigt dieser neue Anblick im Straßenbild eigentlich mehr, als dass er mir ein Gefühl der Sicherheit gibt. Ob nun Islamischer Staat oder Opposition: Ich hoffe einfach, dass es in Zukunft ruhiger wird in Dhaka. Dass man bald wieder in all die Restaurants gehen kann, wo viele Ausländer verkehren, ohne ein Gefühl der Unsicherheit im Magen zu haben. Vor allem hoffe ich, dass ich früher oder später wieder Einheimischen auf der Straße oder im Supermarkt begegnen kann, ohne mich unwillkürlich zu fragen, ob einer von ihnen Marco oder mir oder den Kindern etwas antun würde. Diese Frage habe ich mir vor dem Mord Ende September nie gestellt und ich möchte sie mir auch jetzt nicht stellen, weil ich weiß, dass der allergrößte Teil der Bangladeschis uns kein Haar krümmen würde. Aber diese allgemeine Panik in Expat-Kreisen, die steckt leider an. Und sie geht nicht so schnell wieder weg.

Zum Glück waren wir in der vergangenen Woche so beschäftigt mit „Einzug in unsere Wohnung, Teil 2“, dass wir uns nicht sehr viel über die unklare Bedrohungslage in Dhaka den Kopf zerbrechen konnten. Sobald die Koffer ausgepackt waren, ging es daran, die letzten Umzugskartons zu leeren, die letzten Möbel zu platzieren – wir waren vor unserer Hals-über-Kopf-Abreise nach Deutschland nicht mehr ganz fertig geworden mit dem Einrichten unserer neuen Wohnung. Auch hatten wir uns noch gar nicht genau mit den Tücken unserer vier Wände vertraut machen können, weshalb wir sehr überrascht waren, als wir am Mittwochabend plötzlich im Dunkeln saßen. Nun sind Stromausfälle in Dhaka zwar an der Tagesordnung – mehrmals täglich bricht das städtische Stromnetz zusammen, so dass Lampen, Fernseher etc. ausgehen. Doch da das hier so normal ist, wird die Stromversorgung in den modernen Apartmenthäusern durch Generatoren aufrechterhalten. Das läuft dann so ab: Zack, es wird dunkel. Alle bleiben stehen, wo sie gerade sind und warten. Meine Mädels kichern meistens mit einer Mischung aus Begeisterung und leichter Panik vor sich hin und suchen im Dunkeln Hände zum Festhalten. Mit einem tiefen Brummen springt irgendwo im Erdgeschoss der Generator des Hauses an, in der Regel vergehen dann fünf bis zehn Sekunden und – zack – alles ist erneut erleuchtet, der Fernseher läuft wieder. (Nur unser Trockner mag nicht so recht unaufgefordert weitermachen mit seiner Arbeit, den muss man nach jedem Stromausfall von Hand aus seiner unfreiwilligen Pause zurückholen, wie ich erst heute erkannt habe.) Der Generator brummt vor sich hin, es vergehen mal mehr, mal weniger Minuten, bis alle Geräte plötzlich wieder – zack! – ausgehen, weil der Generatorstrom aufhört zu fließen, um dem wieder eintrudelnden Stadtstrom Platz zu machen. Nach wenigen Sekunden stiller Dunkelheit springen die elektrischen Geräte dank des erneut fließenden Stadtstroms wieder an. Bis zum nächsten Netzausfall. So weit, so gut.

Doch am Mittwochabend standen wir ratlos im Dunkeln herum und warteten vergebens darauf, dass unser Licht erneut aufleuchtete. Wir hörten das Brummen des Generators, sahen bei den Nachbarn über und unter uns die Lampen und TV-Bildschirme aufleuchten – doch bei uns tat sich nichts. Wir suchten Taschenlampen, Kerzen, Streichhölzer zusammen. Zum Glück hat mein organisierter Ehemann Tropenerfahrung, so dass wir alles leicht fanden. Ein Blick in den Sicherungskasten zeigte: Keine Sicherung war rausgesprungen. Da half nur noch ein Anruf bei unserem Building Manager, der zum Glück in unserem Gebäude wohnt und daher auch zu später Stunde erreichbar ist. Marco und Sofiq gingen ins Erdgeschoss, um sich die Hauptsicherungen anzusehen. Während sie unten waren, kehrte der Stadtstrom zurück, die Taschenlampen konnten ausgemacht werden – sehr zur Enttäuschung der Mädels. Marco kam mit der Erkenntnis zurück, dass die Hauptsicherung unserer Wohnung für den Generatorstrom defekt war. Zum Glück wurde die Sicherung am nächsten Tag repariert. Das ist einer der großen Vorteile hier in Dhaka: Alles wird unglaublich schnell repariert, ersetzt, eingerichtet. Ich habe noch nirgendwo auf der Welt so zügig und unkompliziert Internet und digitales Satellitenfernsehen bekommen wie hier – schon gar nicht in Deutschland!

Nun gut, in einem Fall hat es mit den zügigen Reparaturen leider nicht so optimal geklappt: Wir haben eine nasse Schlafzimmerwand. Die war schon lange bevor unsere Möbel eintrafen nass. Während wir in Deutschland waren, wurde der Schimmel, der sich am Mauerwerk gebildet hatte, übergestrichen. Bereits nach unserer Rückkehr aus dem Urlaub konnten wir erneut die Feuchtigkeitsblasen unter der grünen Wandfarbe sehen. Nachdem sich der Wohnungsbesitzer vor ein paar Tagen davon überzeugt hat, dass die Feuchtigkeit tatsächlich nicht einfach wie von Wunderhand verschwunden ist, soll also doch genau das getan werden, wovon wir seit August reden: Die Wand muss geöffnet werden, um dem Problem auf den Grund zu gehen. Das wird in den kommenden Wochen passieren. Kaum eingerichtet, heißt es also, schon wieder Möbel verschieben. Dreck und Baustellen-Atmosphäre. Wir sollen an drei Nachmittagen zusehen, dass unsere Kinder nach dem Kindergarten nicht zu Hause sind, wegen des Lärms. Herrlich.

Da frage ich mich, wann ich eigentlich endlich an meinem Rom-Roman weiterschreiben soll, dessen Abgabefrist unbarmherzig näher rückt. In all dem Chaos, das in der vergangenen Woche in unserer Wohnung herrschte, konnte ich nicht einmal ansatzweise einen klaren, geschweige denn einen kreativen Gedanken fassen. Aber zumindest funktioniert unsere Hauptsicherung für den Generatorstrom wieder – so konnte ich ungestört bei Lampenlicht diesen Blogeintrag schreiben, obwohl innerhalb von einer halben Stunde zweimal der Stadt-Strom ausgefallen und der Generator brummend angesprungen ist. Darum muss ich jetzt dringend den Trockner wieder einschalten. Bis zum nächsten Mal!

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