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 Pressestimmen zu "Storchenhelfer"

"Mit STORCHENHELFER spricht Miriam Covi das eher ungewöhnliche Thema der künstlichen Befruchtung an, das sie aber mit einer Menge Humor und dem nötigen Funken Romantik liebevoll verpackt. (...) So ist der Autorin ein unterhaltsamer Liebesroman gelungen, der einen mit den Protagonisten mitlachen und mitleiden lässt, bis er nach vielen Hochs und Tiefs mit dem lang erwarteten Happy-End belohnt wird." LoveLetter, Mai 2015

"Ein wirklich schöner, leichter Roman, der jedoch trotzdem Tiefe mit sich bringt. Sympathische Charaktere und eine wirklich nette Story, die einen oft zum Lachen bringt, (...) aber auch hier und da mal zu Tränen rührt. Sehr empfehlenswert!"
Blog Buchzeiten, 04.06.2015

 

Leserstimmen zu "Storchenhelfer"

 "Eigentlich ist es ein ernstes Thema, unerfüllter Kinderwunsch. (...) Darf man darüber lachen? Wenn es so liebevoll verpackt ist, wie in diesem Buch, wenn es dann noch ein Happy End gibt, dann darf man.!"

 

"Die Autorin hat es wunderbar geschafft, ein emotional schwieriges Thema witzig, aber trotzdem echt zu beschreiben.."

 

 Leserstimmen zu "Eine Lüge, die Liebe, meine Familie und ich"

"Was für ein toller Roman - romantisch, lustig und trotz allem auch nachdenklich - ich bin völlig begeistert!"

 

"Flüssig geschrieben, tolle Charaktere und eine wunderbare Geschichte - ich kann das Buch eindeutig empfehlen!"

Baustellen

Veröffentlicht am 15.06.2016

Die vergangenen paar Wochen waren nicht unbedingt die ruhigsten, die wir hier in Dhaka verbracht haben, was hauptsächlich an den vielen Baustellen liegt, die uns derzeit durch unseren Alltag begleiten.

Da wären zum einen die zahlreichen aufgerissenen Straßen, die uns nach unserer Rückkehr aus Deutschland Anfang Mai in unserem Viertel begrüßten. Laut einem Zeitungsartikel hatten mehrere Baufirmen unabhängig voneinander Aufträge von der Stadt für das Verlegen neuer Wasserleitungen bekommen, sodass sich quasi über Nacht allerorts Krater in den Straßen auftaten. Und zwar ohne, dass sich die einzelnen Unternehmen untereinander abgesprochen hätten. So entstanden in fast allen Straßen in unserem näheren Umkreis zeitgleich Baustellen, ganze Straßenzüge wurden von heute auf morgen quasi unpassierbar, da die Krater in ihrer Mitte die Fahrspuren rechts und links so schmal machten, dass kaum ein Auto mehr vorbeipasste. 

Da bald jede dritte Straße in unserem Viertel riesige Löcher aufwies, die zum größten Teil nicht einmal abgesichert waren, was besonders Nachtfahrten zu einem Wagnis machte, entwickelten sich immer mehr Staus in dieser ohnehin schon staugebeutelten Stadt.

Dann kamen die ersten Monsun-Regenfälle, und die Straßen mit ihren Baustellen verwandelten sich in Schlammpisten, in deren Mitte die Wanderarbeiter mit Hacken und Schaufeln ihre mühsame Arbeit zwischen den sich vorbeiquälenden Autos verrichteten.       

Zum Glück sind inzwischen die meisten Straßen in unserem Viertel wieder „grubenfrei“ befahrbar, was die Verkehrssituation insgesamt jedoch leider nicht entspannt, denn nun hat der islamische Fastenmonat Ramadan begonnen. Bisher war mir nur bekannt, dass gläubige Muslime während dieses Monats von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang weder essen noch trinken dürfen. Doch in Dhaka habe ich schnell gemerkt, dass dieser Monat außerdem ein noch größeres Verkehrschaos mit sich bringt als die meisten anderen Monate, denn am Ende des Ramadans wird „Eid-ul-Fitr“ gefeiert, das Fest des Fastenbrechens. Und Muslime bereiten sich mit Großeinkäufen auf dieses wichtige Fest vor, ganz wie viele Christen in der Vorweihnachtszeit. Überall lockt Werbung für Eid-ul-Fitr; die Leute, die es sich leisten können, kaufen schöne neue Kleider, Schmuck, Vorhänge, Möbel, die Kinder bekommen Geschenke. Und so sieht der Verkehr in Dhaka aus: Wie in einer deutschen Stadt in der Adventszeit – nur angesichts der miserablen Straßen und der Nichteinhaltung von Verkehrsregeln noch weitaus schlimmer …

Wenn ich die Wanderarbeiter auf den Straßenbaustellen und die Arbeiter auf der Baustelle neben unserem Haus sehe, die bei der hier täglich herrschenden Hitze von rund 30 Grad von morgens bis abends schuften, frage ich mich, ob sie es überhaupt schaffen – Glaube hin oder her – während des Fastenmonats den ganzen Tag lang weder zu trinken noch zu essen. Es scheint mir nicht machbar. Auch die Vorhänge, die plötzlich die kleinen Teestände entlang der Straßen vor neugierigen Blicken abschirmen, sprechen dafür, dass es nicht alle durchhalten, den ganzen Tag ohne Speis und Trank auszukommen …

Die für uns persönlich momentan nervigste Baustelle von den scheinbar unendlich vielen, die es in Dhaka gibt, ist die neben unserem Haus.

Dort wird, ich hatte im letzten Blogeintrag davon berichtet, ein altes Gebäude abgerissen, um Platz für ein neues Hochhaus zu schaffen.

Noch finde ich es ganz spannend, von unserem Schlafzimmerfenster aus beobachten zu können, wie in Bangladesch ohne schweres Gerät ein ganzes Haus dem Erdboden gleichgemacht wird: Backstein für Backstein wird abgeklopft, Pfeiler für Pfeiler händisch umgerissen. Stockwerk für Stockwerk arbeiten sich die Arbeiter nach unten vor, balancieren ungesichert in ihren Flip-Flops auf schmalen Mauern, machen sogar bei Sturm und Gewitter so lange weiter, bis der erste Regen fällt und sie sich unter einen Dachvorsprung flüchten.

Ja, tagsüber ist es derzeit noch spannend zu beobachten und der Lärm – ein meist monotones "Klong-Klong-Klong", wenn Hämmer auf Backstein treffen, hin und wieder unterbrochen vom „Rums!“ eines herabfallenden Mauerstücks – einigermaßen erträglich. Nachts jedoch mehren sich die unangenehmen Störungen, wenn die Arbeiter zum Beispiel um vier Uhr morgens damit beginnen, Backsteine auf einen LKW zu werfen, damit der Schutt abtransportiert werden kann. Leider dürfen diese LKW – wegen des oben erwähnten Verkehrschaos in Dhaka – nur nachts in die Stadt hineinfahren, da sie die Straßen tagsüber vollends verstopfen würden. Wir wissen also, dass, sobald nebenan der Bau eines neuen Hochhauses losgeht, die nächtlichen Aktivitäten zunehmen werden, schließlich muss dann sämtliches Baumaterial vor sechs Uhr morgens angeliefert werden …

Gründe genug also, um mal wieder umzuziehen, wollen wir während der nächsten zwei Jahre nicht dauerhaftem Lärm ausgesetzt sein. Nicht, dass ich so wild auf einen Umzug wäre, schließlich fühlen Marco, die Kinder und ich uns wirklich wohl in unserer jetzigen Wohnung. Neulich hat uns sogar der Affe, der im Mangobaum neben dem Haus wohnt, endlich einen Besuch im fünften Stock abgestattet.

Nach nur knapp neun Monaten in unserer jetzigen Wohnung haben wir noch nicht einmal sämtliche Bilder aufgehängt. Jetzt können wir die, die es schon an einen Nagel geschafft haben, bereits wieder einpacken. Ja, wir haben eine neue Wohnung gefunden, nachdem wir viele, viele Apartments besichtigt haben. Ein Großteil dieser Wohnungen kam leider nicht infrage, weil sich neben den jeweiligen Häusern a) bereits aktive Baustellen, b) alte Gebäude, bereit zum Abriss oder c) ein leeres Grundstück, das geradezu nach baldiger Bebauung schrie, befanden. So schön diese Wohnungen oft auch waren, wir wollen nicht vom Regen in die Traufe. Hoffen wir mal, dass neben dem Apartmenthaus, in dem wir nun eine Wohnung gefunden haben, während der kommenden zwei Jahre nicht gebaut werden wird. Schließlich ist Dhaka mit seinem unerhörten Bauboom und den allerorts wie Pilze aus dem Boden schießenden Hochhäusern wirklich eine einzige Baustelle ...

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