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Leserstimmen zu "Sommer in Atlantikblau"

"Einfach nur traumhaft"

"Das Buch des Sommers"

"Ein Roman wie eine perfekte Sommerbrise"

 

Leserstimmen zu "Mein Ex, die Ewige Stadt und Ich"

"Perfekt zum Abtauchen, Wegträumen und ab und an auch zum Schmunzeln"

Pressestimmen zu "Storchenhelfer"

"Mit STORCHENHELFER spricht Miriam Covi das eher ungewöhnliche Thema der künstlichen Befruchtung an, das sie aber mit einer Menge Humor und dem nötigen Funken Romantik liebevoll verpackt. (...) So ist der Autorin ein unterhaltsamer Liebesroman gelungen, der einen mit den Protagonisten mitlachen und mitleiden lässt, bis er nach vielen Hochs und Tiefs mit dem lang erwarteten Happy-End belohnt wird." LoveLetter, Mai 2015

Leserstimmen zu "Storchenhelfer"

 "Eigentlich ist es ein ernstes Thema, unerfüllter Kinderwunsch. (...) Darf man darüber lachen? Wenn es so liebevoll verpackt ist, wie in diesem Buch, wenn es dann noch ein Happy End gibt, dann darf man!"

Leserstimmen zu "Eine Lüge, die Liebe, meine Familie und ich"

"Was für ein toller Roman - romantisch, lustig und trotz allem auch nachdenklich - ich bin völlig begeistert!"

Mama auf der Messe

Veröffentlicht am 23.03.2015

Es war das erste Mal, dass ich meine Töchter für länger als einen Tag allein gelassen habe: Am Donnerstagabend, den 12. März bin ich von Rom nach Berlin Schönefeld geflogen, um den 13. und 14. März auf der Buchmesse in Leipzig zu verbringen. Es war mal wieder einer dieser Momente, in denen man als Mutter hin- und hergerissen ist. Auf der einen Seite steht der Wunsch, einfach mal etwas allein zu machen, in der Gesellschaft von Erwachsenen zu sein, ohne sich um heruntergefallene Schnuller oder volle Windeln kümmern zu müssen. Auf der anderen Seite nagt das schlechte Gewissen. Darf ich als Mama so mir nichts, dir nichts ohne meine Küken in ein anderes Land fliegen? Kann ich meine Kinder einfach allein lassen? (Nein, natürlich waren sie nicht ganz allein, sondern beim Papa. Ja, natürlich kann der Papa alles genauso gut wie die Mama. Aber trotzdem!).

Schon am Flughafen Fiumicino schlug die Sehnsucht nach meinen Küken zu. Wenn ich an den Wickelräumen vorbeikam (mit vielen hatte ich in der Vergangenheit schon gute Bekanntschaft geschlossen), wünschte ich mir sehnlichst, meine Mädels wären mit von der Partie, obwohl ich eigentlich kaum etwas Stressigeres kenne, als mit zwei Kleinkindern zu fliegen. Daher langweilte ich mich während des anderthalbstündigen Flugs nach Deutschland beinahe. Man ist es nach zweieinhalb Jahren als Mama einfach nicht mehr gewohnt, in einem Flugzeug zu sitzen und nicht ständig damit beschäftigt zu sein, die Kinder am Öffnen der Sicherheitsgurte und am Kickboxen in die Rückenlehnen vor ihnen zu hindern oder dafür zu sorgen, dass sie nicht die Maschine zusammenbrüllen oder per Knopfdruck die Stewardess rufen.

Die Sehnsucht nach meiner Familie dauerte bis Freitagmorgen an. Dann gab es erst einmal keinen Platz mehr für Gewissensbisse und Gedanken an Zuhause, weil ich zu sehr damit beschäftigt war, nervös auf meine erste Lesung zu warten. Ich tigerte durch die überfüllten Messehallen, sah viele tolle Bücher und lernte am Droemer Knaur-Stand einige andere „Feelings“-Autorinnen kennen. Dann war es soweit: In der eBook-Lounge in Halle 5 las ich in der Gesellschaft meiner Lektorin Eliane Wurzer aus „Storchenhelfer“ vor. Ein Blick nach links, kurz bevor ich zur ersten Zeile ansetzte, ließ mich vor Überraschung fast vom Hocker fallen: Dort stand mein Schwager, mit Kamera bewaffnet, heimlich von meinem Mann mit der Dokumentation meiner ersten Lesung beauftragt. Was für eine tolle Idee! Nochmals herzlichen Dank an Marco und Mauro für diese Aktion!

Gemeinsam mit lieben Freunden, mit denen ich von Berlin nach Leipzig gefahren war, ließ ich den Freitagabend beim Griechen am Völkerschlachtdenkmal ausklingen und stürzte mich am nächsten Tag gleich noch einmal in den Messetrubel. Genau genommen in den Trubel der „Leipziger Autorenrunde“, wo ich den ganzen Tag an interessanten und informativen Gesprächsrunden mit Leuten aus der Buchbranche teilnahm. Mit vielen neuen Ideen im Kopf machte ich mich abends in der Gesellschaft von zahlreichen als Manga-Figuren verkleideten Messebesuchern (wegen der auf der Buchmesse stattfindenden Manga-Comic-Convention) per ICE auf die Rückfahrt nach Berlin. Im Gepäck: Ein neues Taschenbuch für mich ("Ziemlich unverbesserlich" von Frauke Scheunemann) und zwei Bilderbücher für meine Mini-Mädels. Für Marco kaufte ich am Berliner Hauptbahnhof noch eine Starbucks-Tasse für unsere Tassen-Sammlung, die uns von Land zu Land begleitet und größtenteils unsere Umzüge erstaunlich wohlbehalten überstanden hat. Als ich abends mit meiner Familie telefonierte, sagte Elli: „Mama weg! Mama Flugzeug, Deutschland!“ und mir brach das Herz. Es wurde allerhöchste Zeit, wieder in den Flieger nach Rom zu steigen, was ich am nächsten Morgen tat.

Was für ein Gefühl, als mir am Flughafen Fiumicino zwei strahlende Kinder und ein strahlender Ehemann entgegen kamen! Die kleine Mia wollte in den folgenden Tagen ständig auf meinem Arm sein und hielt mich sogar beim Essen, wenn sie neben mir in ihrem Hochstuhl saß, mit ihrer klebrigen kleinen Hand fest. Wie ich sie vermisst hatte, diese klebringen Hände meiner zwei Mädchen!

Inzwischen hat mich der Mama-Alltag wieder. Mit Kindern, die am Wochenende um 6 Uhr morgens hellwach sind, während wir sie unter der Woche oft um 7.30 Uhr wecken müssen. Mit hustender Elli, zahnender Mia und kränkelndem Ehemann. Mit Windpocken im Kindergarten (unsere Kinder hatten noch keine – ahhh!). Es war schön, zwei Tage lang Messe-Luft zu schnuppern. Klamotten zu tragen, an denen sich niemand Bananen-Finger oder Lauf-Nase abgeschmiert hatte. Im Restaurant in Ruhe zu essen, im Zug zu lesen, im Flugzeug Schokolade zu naschen, ohne von einer Zweijährigen dabei ertappt zu werden.

Aber es ist noch viel schöner, wieder bei meinen Lieben zu sein und Banane oder Schlimmeres von meinen Jeans zu pulen!